Motortuning allgemein.

Darauf kommt’s an.

Eine alte Tuningweisheit lautet: „Hubraum ist durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum.“ Je mehr explosives Gemisch die Kolben durch die Zylinder jagen lässt, desto mehr Leistung entfaltet das Triebwerk. Im Motorsport ist deshalb oft die Erhöhung der Bohrung und/oder des Hubs das probate Mittel zur Leistungssteigerung. Hinzu kommen scharfe Nockenwellen, leichtere Kolben, andere Pleuel, Sportluftfilter, polierte Ansaugkanäle und noch so manche Raffinesse mehr.

Darf’s etwas mehr sein?

Wem’s noch nicht reicht, der kann Kompressor oder Turbolader draufpacken.

Bastlers Grenzen.

Die werden schnell erreicht, denn die Bearbeitung eines Motorblocks oder Zylinderkopfs erfordert Spezialmaschinen. Die Umrüstung auf Kompressor oder Turbolader ist nicht minder kompliziert.
Moderne Fahrzeuge haben eine elektronische Motorsteuerung und das serienmäßige Motorkennfeld (Daten über Zündzeitpunkt, Einspritzmenge, Einspritzdauer) kann ohne zusätzliche Anpassung zunächst mit einer scharfen Nockenwelle herzlich wenig anfangen.

Risiken und Nebenwirkungen

Alle Komponenten des Serienmotors sind auf eine bestimmte Leistung ausgelegt. Wärmehaushalt, Ölmenge, Kühlkreislauf, Antriebswellen, Kupplung, Getriebe, Differential – alles ist optimiert und den entsprechenden Belastungen angepasst. Tausende von Testkilometern unter extremen Bedingungen sind in die Antriebsentwicklung eingeflossen. Diese Aspekte berücksichtigt der seriöse und professionell arbeitende Tuningbetrieb. Nur ein Profi hat Erfahrung mit mehr als einer frisierten Maschine. Fragt nach Prüfstandswerten und Fahrversuchsdaten. Wo testet der Tuner? Hat er selbst Prüfstände? Arbeitet er mit einem Hersteller oder vielleicht einer Hochschule zusammen? Welche Garantien und Gewährleistungen gibt der Tuner.
Die Gewährleistung des Herstellers beinhaltet nämlich in der Regel keine Tuningmaßnahmen. Motortuningmaßnahmen gehen ins Geld und da lohnt es sich, mehrere Meinungen einzuholen.
Die DEKRA Sachverständigen beraten neutral.